„Weltspiegel“ – Auslandskorrespondenten berichten / am Sonntag, 12. Juli 2020, um 19:20 Uhr vom SWR im Ersten

München (ots) – Moderation: Ute Brucker

Geplante Themen:

Hongkong: Peking setzt sich durch / „Es passiert genau das, was wir im Geschichtsunterricht über die Kulturrevolution in China gelehrt haben“, berichtet ein Lehrer aus Hongkong, der nicht erkannt werden möchte. Sie werden gezwungen, Bücher aus der Schulbücherei zu entfernen, weil sie nicht in die Linie passen. Mit dem neuen Sicherheitsgesetz setzt Peking nicht nur demokratische Garantien außer Kraft, das chinesische Regime übernimmt die ehemalige Kronkolonie. Alle Zeichen stehen auf Repression und Ende des Sonderstatus‘ von Hongkong und seinen Bewohnern. (Tamara Anthony, ARD-Studio Peking)

Singapur: Auf dem Weg zur Agrarnation / Wer in Singapur in den Supermarkt geht, stellt fest: Fast alle Lebensmittel stammen aus dem nahen oder fernen Ausland. Das Steak aus Australien, der Käse aus Frankreich, Reis aus Thailand oder Indien. Über eine Million Tonnen Lebensmittel importiert der Stadtstaat jährlich. Auch Gemüse und Obst kommen tonnenweise aus dem Ausland. Das soll sich jetzt ändern. Singapur will Agrarstaat werden! Bis 2030 soll die Eigenversorgungsquote bei Nahrungsmitteln auf 30 Prozent steigen. Diese Vision gab es bereits vor Corona – doch die Pandemie beschleunigt den Umbau zur Agrar-Nation. Denn sie hat gezeigt, wie schnell Abhängigkeiten zum Problem werden können und Lieferketten ins Stocken geraten. (Sandra Ratzow, ARD-Studio Singapur)

Brasilien: Gewalt gegen Frauen / Im Schnitt alle sieben Stunden wird in Brasilien eine Frau ermordet, wegen ihres Geschlechts. Tendenz steigend, auch durch die häusliche Isolierung in der Corona-Krise. Maria da Penha hat dieser Gewalt den Kampf angesagt. Die 74-Jährige sitzt im Rollstuhl, weil ihr Mann auf sie geschossen hat, nachts, als sie schlief. Sie brachte ihn vor Gericht, ging mit ihrem Fall an die Öffentlichkeit – als eine der ersten Frauen überhaupt. „In Brasilien dominieren Männer die Gesellschaft“ sagt sie. „Männer werden vor Gericht immer bevorteilt.“ Durch ihr Engagement hat sich das geändert: Ein neues, strengeres Gesetz trägt ihren Namen: „Maria da Penha“ – danach kann versuchter Frauenmord härter bestraft werden. Eine eigens geschaffene Polizei-Patrouille soll Frauen schützen, vor Gewalt in den eigenen vier Wänden, die in Brasilien noch viel zu oft Alltag ist. (Matthias Ebert, ARD-Studio Rio de Janeiro) Der Podcast „Gewalt gegen Frauen“ ist ab Samstag in der ARD Audiothek und auf allen Podcast-Plattformen zu hören.

Israel: Annexion mit Rückendeckung der USA / „Ich will hier leben, in einem jüdischen Staat“, sagt Oded Revivi. Seit 1994 lebt der jüdische Siedler im Westjordanland und hofft, dass Netanjahu diesen Teil des Westjordanlands endlich dem Staat Israel einverleibt. Ein Drittel der besetzten Gebiete könnte er nach dem „Trump-Plan“ für die Region dem jüdischen Staat zuschlagen. Noch zögert die Regierung in Jerusalem. Aber die Stimmung ist angespannt. Die Palästinenserin Samja El A’arj lebt direkt an der Mauer zu Israel. Das wäre das Ende, meint sie. „Jahrelang haben wir für unsere Landrechte gekämpft. Es war hart, aber mit der Annexion wäre alles umsonst gewesen.“ Völkerrechtlich umstritten, heizen die Annexionspläne die Stimmung in der Region noch mehr auf. (Susanne Glass, ARD-Studio Tel Aviv)

Marokko: Sterben der Oasen / Eine grüne Insel aus Palmen mitten in einem Meer von rotem Sand – so sehen Oasen in der Vorstellung aus. Und noch gibt es diese Bilder in Marokko. Bei genauerem Hinsehen aber zeigt sich, das Grüne an den Rändern der Oase ist dem abgestorbenen Braun gewichen. Wassermangel lässt die Dattelpalmen verdorren. Die Menschen in M’hamid El Ghizlane müssen immer tiefer graben, um an Wasser zu kommen. Der Klimawandel zeigt sich auch hier. Die alten Quellen versiegen. Verzweifelt kämpfen die Oasen-Bewohner gegen die Wüste. Zwei Drittel aller Oasen in Marokko sind in den vergangen hundert Jahren verschwunden. (Stefan Schaaf, ARD-Studio Madrid)

Redaktion: Ulli Neuhoff

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